DIE KALKÖFEN VON BYXELKROK
Ursprünge im Mittelalter
Die Kalköfen im Norden Ölands wurden genutzt, um Kalkstein zu brennen und so Kalk für Mörtel herzustellen. Das Kalkbrennen war eine wichtige Nebenerwerbsquelle neben der Landwirtschaft entlang der rauen Kalksteinküste, wo Kalkstein direkt am Ufer abgebaut wurde. Im 18. Jahrhundert waren Kalköfen in Nordöland und in Byxelkrok weit verbreitet, vermutlich sogar schon deutlich früher.
Als Brennstoff diente trockenes Holz, won dem große Mengen benötigt wurden, um die hohen Temperaturen zu erreichen. Der Kalkstein wurde mit Holz und glühendem Alaunschiefer auf Temperaturen zwischen 800 und 1000 °C erhitzt.
Die frühen Öfen, die Carl von Linné bei seinem Besuch in Grankullavik und Haget im Jahr 1741 beschrieb, waren etwa drei Meter hoch und 2,4 Meter breit, waren aus Stein gebaut und außen mit Erde und Schutt bedeckt.
Die Kalkbrennerei als Nebenerwerb ist heute verschwunden, doch Spuren davon finden sich noch in Form grasbewachsener Abraumhalden im Norden Ölands. In Byxelkrok liegt eine solche Halde etwa 300 Meter nördlich des Hafens.
In der Pfarrei Böda wurden bei Untersuchungen rund zwanzig Abraumhalden und die Reste mehrerer kreisförmiger Kalköfen mit einem Durchmesser von bis zu 25 Metern.
Die Abbildung basiert auf historischen Aufzeichnungen und lokalen Überlieferungen.