DIE STUBBMÜHLE VON BYXELKROK

Auf der winreichen Insel Öland war der Wind ein ständiger Begleiter. Bei Tokenäs nahe Byxelkrok stand die Windmühle, die sich stets in den Wind drehte und bereit war, das Getreide der umliegenden Höfe zu mahlen.

Im 18. und 19. Jahrhundert gab es auf Öland mehr als 2.000 Windmühlen – mehr als irgendwo sonst im Land. Fast jeder Hof besaß eine eigene Mühle. Die Stubbmühle war auf Öland am verbreitetsten. Es gab auch Burrmühlen (für das Mahlen von Kalkstein) und Steinmühlen aus Kalkstein.

Die Bauern kamen mit Pferd und Wagen zur Mühle, beladen mit Säcken voller Roggen und Gerste. Wenn der Wind auffrischte, drehten sich die Flügel der Mühle, und im Inneren wurde das Getreide zu Mehl gemahlen. Die Arbeit folgte dem Rhythmus der Natur – manchmal mussten die Menschen lange auf den passenden Wind warten.

Mehl wurde zu einem wichtigen lokalen Produkt und zum Hafen von Byxelkrok transportiert. Von dort aus wurde es entlang der Küste und über die Ostsee verschifft.

Die Mühlen waren mehr als nur Arbeitsstätten. Sie waren Treffpunkte des Dorflebens – Orte, an denen sich Menschen versammelten, miteinander sprachen und das wechselhafte Wetter beobachteten.

Die Abbildung ist eine Interpretation basierend auf historischen Aufzeichnungen und lokalen Überlieferungen.